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WEINEGEMISCHTE SÄTZE„In seiner allerersten Erinnerung trägt er Weiß, einen Matrosenanzug oder etwas Ähnliches. Und wirft sich in eine Güllepfütze. So war das.“ Eine Skizze auf einem Blatt Papier. Ein Bild entsteht. Nicht immer schaffen es Sätze zu Bildern. Vielleicht ist es der Kargheit ihrer Sätze zu verdanken, dass Nadja Einzmanns Bilder stark werden. Den Bleistift setzt sie dabei stets zart auf das Papier. Ihre Modelle sind Interviews, ihre Skizzen poetische Interpretationen. Aus Aufzeichnungen zeichnet Einzmann Vergangenheiten nach, und wie die sich mit ihren unmittelbaren Lebenssituationen vertragen. Natürlich vertragen sie sich, irgendwie, haben sich aneinander gewöhnt und kommen zurecht. Die einen mehr, die anderen weniger. Glücklich sind sie meist nicht. Wenn sie von ihrem Glück erzählen, dann ist es allzu oft etwas Vorgeschobenes. Etwas, mit dem sie ihre Vergangenheit verstellen. Wie gesagt, Glück springt bei den wenigsten heraus, Überlebensnotwendigkeit manchmal, Tragödie ein anderes Mal. Zuweilen ist ihnen das auch bewusst, wenn Julia etwa sagt, „das hatte bestimmt irgendetwas mit irgendetwas zu tun“. Gemischte Sätze trinken sich gut dazu, der Kirchberg vom Weingut Dürnberg am besten.
www.perlentaucher.de/buch/23952.html
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11. März 2010
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© 2009 Axel Biesler |
aktualisiert am 20.07.2009 |