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WEINEBERCHERS BLANC DE NOIRS UND TRENTEMØLLERS CHRONICLESHimbeersüße Weißherbstwellen brachen sich an den Ufern von Badens Weinsee, als eine Handvoll Menschen im Sommer 1989 mit einem Unimog durch Berlin fuhren. Beglückt von einer Schnapsidee und bestückt mit einem Gitarrenverstärker durch den sie bis dahin allgemein unbekannte, elektronische Geräusche schleusten. Das Vorhaben war riskant. Sie nannten es: „Friede, Freude, Eierkuchen“. Einige Jahre arbeitete sich diese Welle durch das unerforschte Meer der elektronischen Musik, bis sie auch die letzte Küste erreichte und jämmerlich verebbte. Doch auch nach fast zwanzig Jahren gibt es immer noch ein paar wagemutige Seeleute, die aufgehübschter Konfektionsware authentischen Genuss entgegen werfen. Stoff für Seemannsgarn. Arne Berchers 2007er Blanc de Noirs besitzt diese Portion Aggressivität, die es braucht, um mit der Musik von Anders Trentemøller Schritt zu halten. Der Däne, der eigentlich Rockmusiker werden wollte, bricht seinen Minimalsound immer wieder mit halluzinogenen Klangteppichen und überraschend trockenen Beats auf. Hin- und hergerissen zwischen Club- und Kopfhörerwelten, wirkt Berchers Blanc de Noirs dazu wie natürliches Doping. Seien Sie nicht zu gierig. Trinken Sie die Neige erst, wenn Sie am letzten Stück angekommen sind und tanzen mit „Les Djinns“ in den Mai!
www.laut.de/lautstark/cd-reviews/t/trentemller/ the_trentemller_chronicles/index.htm
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08. September 2010
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© 2008 Axel Biesler |
aktualisiert am 25.04.2008 |