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| WEINE
WEIN UND ZEIT
„Es ist einige Jahre
her, als ich aus Anlass einer umfassenden Verkostung älterer Weine von Bruno
Giacosa dessen Barbaresco Santo Stefano di Neive des Jahrgangs 1978 im Glas
hatte. Es gab gewiss größere Weine an diesem Tag, aber aus irgendeinem Grund
war es eben dieser, der den Dialog mit mir suchte“, schreibt Mario Scheuermann in
seinem Essay „Masken und Maßstäbe – Von der Art, Weine zu probieren.
Mit „Wein und Zeit –
Von der Kultur des Genießens“ sucht Scheuermann den Dialog mit dem Leser. Kein
Schwätzchen über das Wetter. Scheuermann fordert heraus, wild und stimulierend,
so wie ihn dieser Barbaresco gefordert und nicht mehr losgelassen hat.
Berührende Weinbegegnungen sind es, an denen Scheuermanns Seele verloren
gegangen ist. Den „einfachen“ Weinen verschließt er sich dabei nicht: „Die
braucht man als alltäglichen Nahrungsergänzungsstoff.“
Scheuermanns
Sammlung aus Essays und Feuilletons ist weit mehr, als bereits veröffentlichte
Stücke, die nun – hübsch zwischen zwei Buchdeckel gepresst – einen guten
Eindruck macht. Seine Sammlung erzeugt eine Idee von der Magie des Weines, ist
ein Sammelsurium vergessener Weinliteratur, ein Vorschlag und starker Impuls,
ist Liebe zu diesem zauberhaften Getränk! Gerne würde ich davon mehr lesen. Und
dann fast ohne Zitate: Spontan vergoren und ganz ohne Schönung.
Mario Scheuermann WEIN UND ZEIT Von der Kultur des
Genießens
www.hamppverlag.de
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08. September 2010

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