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WEINE
Durian Stachelige Frucht Malaysia
In
Zeitungspapier und eine Tüte gewickelt vergaß ich sie für nur einige Stunden. Das
ließ sie nicht auf sich sitzen und setzte einiges daran, schnell in meine Sinne
zurückzukehren. Dezent, aber deutlich irritierte mich der Geruch einer reifen
Mango und einer beinahe frisch gefüllten Biotonne. Weder Mango, noch eine Biotonne hatte ich im Haus.
Nun
kann man die Durian in zwei Hälften teilen, was nicht so einfach ist, denn sie
besitzt außerordentlich beeindruckende Stacheln. In den Hälften befinden sich
jeweils zwei bis drei Kammern mit eigroßen Samen. Um die Samen schmiegt sich
das Fruchtfleisch. Mit einem Löffel oder einer Gabel lässt es sich gut in den
Kammern danach schürfen.
Sein Geschmack ist außerordentlich. Ein mutiger Schurf verblüfft den Gaumen mit cremiger Textur,
die an eine Crème brûlée erinnert und ebenso süß schmeckt (Bourbon Vanille). Dazu
gesellt sich ein unverhoffter Geschmack, der an Lauch erinnert. Nun verlangt
man gut geratenen Früchten auch immer eine gute Portion Säure ab. Beim
Fruchtfleisch der Durian gibt es die nicht. Gar nicht. Eine gereifte Riesling
Auslese dazu. Dann passt es wieder.
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08. September 2010

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