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Weinempfehlung
2003 Saar Riesling Weingut Van Volxem Wiltingen / Saar
Die achtziger Jahre neigten sich dem Ende zu, als ich begonnen habe, Wein
wirklich zu probieren. Besonders den Riesling, denn meine Eltern führten damals
eine „Gutsschänke“ an Riesling-historischer Stätte.
Da mein Vater daran interessiert war, neben dem Wein, auch gutes Essen zu
verkaufen, empfahl er gerne den sauersten Wein dieses traditionsreichen Gutes
als Appetitanreger. Ich erinnere mich heute an ein eher neutrales Getränk mit
aggressiver Säure. Unter den erschwinglichen Weinen, war mir ein halbtrockener
Kabinett der liebste. Doch Weine mit Restsüße waren in dieser Zeit nicht
sonderlich gefragt. Und da der deutsche Weinliebhaber im Allgemeinen lieber auf
anderen statt auf den eigenen Geschmack vertraut, trank man halt sauren Wein von
aseptischer Art. Deutschland hatte den Glykol-Skandal gerade hinter sich
gebracht, und Wein musste fortan „sauber“ schmecken.
Gottlob, die Zeiten
haben sich geändert. Und der deutsche Riesling darf auch für seine Trinker
wieder nach etwas schmecken. Bestes Beispiel dafür ist der Saar Riesling von Van
Volxem. Ein für diese Preisklasse wohl unschlagbares Beispiel vielschichtiger
Aromen. Dabei ist dieser Riesling erst die „Einstiegsdroge“ dieses famosen
Weinguts, das süchtig macht nach mehr. Primäraromen spielen eine Nebenrolle. Der
Winzer Roman Niewodniczanski will mehr. Alles was seine reifen und gesunden
Trauben hergeben, will er später im Wein auch schmecken. Und das ist eben mehr
als nur eine Frucht: Dieser Riesling ist „Weinreichtum“ für kleines Geld.
Unverbindliche Preisempfehlung: ca. € 8,30 je Flasche zzgl. Versandkosten zu beziehen über: K & U, Weinversand
und Pinard de
Picard
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08. September 2010

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